Am 15. März 2018 wurden die historischen Drucktechniken ins bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes durch die deutsche Unesco-Kommission aufgenommen. Seit acht Jahren also gehören Bleisatz mit Hochdruck, Lithografie (Flachdruck) und Radierung (Tiefdruck) zum Kulturerbe. Die Druckwerkstatt Ulm, die sich als Verein zur Pflege historischer Drucktechniken um den Erhalt dieser drei Druckverfahren kümmert, begeht den Tag der Druckkunst 2026 mit einer offenen Werkstatt zum Schnuppern in der Geschichte der Drucktechnik. 500 Jahre lang war der Hochdruck mit Bleisatz "Stand der Technik". Erst seit etwa 50 Jahren kam dann nach und nach der Offsetdruck - ein Flachdruckverfahren - in die heimischen Druckereien und verdrängte Zug um Zug das Hochdruckverfahren. In der Druckwerkstatt gibt es nicht nur den klassischen Hochdruck, sondern auch die Techniken der Lithografie (Flachdruck bzw. Steindruck) sowie der Radierung (Tiefdruck) zu bestaunen. Am Tag der Druckkunst am Sonntag, dem 15. März 2026, hatten wir von 14.00 bis 17.00 Uhr unsere Druckwerkstatt für Interessierte geöffnet. Vielen Dank für den überwältigenden Besuch. Attraktion war auch an diesem Tag der große Tisch für die Kleinen - für die Druck-Vorlagenherstellung mit LEGO - und natürlich der Druck der eigenen Platten. Selbst für 3-Jährige ein großer Spass. Eigenes Handanlegen war auch in unserer Setzerei angesagt. Und der anschließende eigene Druck auf der Abzugspresse. Großes Interesse zeigten die Besucher auch bei unseren größeren Maschinen: der OHZ lief rund und auch die Mitglieder der Druckwerkstatt demonstrierten die historische Technik mit den alten Maschinen. Ein gelungener Tag der Druckkunst. Wir feiern ihn auch 2027 wieder.